LEA LANGENFELDER


Performance . Text . Installation . Regie 

 

Theater Performance Kunst RAMPIG

Theater Performance Kunst Rampig

Seit 2009 ist Lea Langenfelder Performerin des Mannheimer Kollektivs Theater Performance Kunst RAMPIG. Seit 2012 wirkt sie im künstlerischen Team im Bereich Dramaturgie und ist zudem als Autorin für das Kollektiv tätig.

 


Projekte


 

Frauenlaube (2020)

„ Willkommen beim Imbiss Frauenlaube! Was darf es für Dich sein?“

Im Rahmen des Theaterfestivals Schwindelfrei 2020 gewährte Theater Performance Kunst RAMPIG einen Einblick in die aktuelle Arbeit „Drei Schwestern“ nach Anton Cechov: Hierzu eröffnete das Kollektiv an drei Festivalabenden die „Frauenlaube“ am Veranstaltungsort Theaterhaus G7 und im Livestream.

Bei der „Frauenlaube“ handelte es sich um einen inszenierten Imbiss mit Kunsthäppchen. Zuschauer*innen konnten während der Telefonzeiten einen individuellen Einzelbesuch vereinbaren oder das Angebot des Lieferservice nutzen und sich von RAMPIG entwickelte und kuratierte Kunst direkt nach Hause liefern lassen. Ein Einkauf vor Ort sowie die Zustellung in eine Privatwohnung beinhaltete eines von drei zur Auswahl stehenden Menüs und eine kurze Performance. Dabei lud das Kollektiv zu einem Geschichten- und Gedankenaustausch zum Thema Frauen*bilder ein.


 

Die Strafkolonie (2018)

Inspiriert durch Kafkas Erzählung „In der Strafkolonie“ entstand in einem seit mehreren Jahren verlassenen Gebäudekomplex am Hauptfriedhof Mannheim im Sommer 2018 die immersive Performanceinstallation „Die Strafkolonie“. Das Kollektiv Theater Performance Kunst RAMPIG entwickelte eine zwischen den Welten gefangene Inselgruppe, ein Archipel zwischen Hölle und Sehnsuchtsort, Freiheit und Gefangenschaft, Traum und Wirklichkeit.


Foto: Nikola Haubner

Angelehnt an die zwölfstündige Folter in Kafkas Novelle nahmen die Besucher in installativen, performativen und theatralen Sequenzen an zwölf Bildern der Grausamkeit teil. Das szenografische Gesamtkonzept sowie im Kollektiv erarbeitete Texte und Szenen stellten dabei aktuelle Strategien von Abschottungspolitik und dem damit einhergehenden Missverhältnis von Schutz der Nation und Schutz menschlichen Lebens ins Zentrum des Werkes.

„Regisseurin Beata Anna Schmutz lässt keine Zweifel, dass RAMPIGs „Strafkolonie“ einen Raum des Verderbens beschreibt. […] Performerinnen und die von Sophie Lichtenberg und Lea Langenfelder dramaturgisch-szenographisch peinlich genau organisierten Bildkonvolute treffen auf Hauswänden und Bildschirmen jene Schicksale, die Politik und Gesellschaft in beruhigender Selbstverständlichkeit stets als Einzelfälle abtun. […] In diesen Hallen wird jeder Gast zum involvierten Ausgelieferten, der für sein verhängnisvolles Schicksal auch noch gezahlt hat. Dieser Schrecken ist einer, der sitzt, aber Richtungen weist.“ (Mannheimer Morgen)

Weitere Projekte: www.rampig.de